Kurzer Überblick der Endergebnisse:
Von Anfang an hatte das Konsortium ein klares Ziel vor Augen, das sich auch im Titel des Projekts widerspiegelt: „Tabak als nachhaltige Produktionsplattform für das natürliche Biopolymer Cyanophycin als Nebenprodukt zu Öl und Protein“ Dieses Konzept könnte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen. Tabak ist vor allem als Raucherpflanze bekannt, und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert die Landwirte auf, die landwirtschaftliche Nutzung des Tabaks zu überdenken, da die weltweite Raucherindustrie rückläufig ist. Dieses Projekt würde es ermöglichen, Tabak als Quelle für Biokraftstoff, Biomaterialien und ein Nahrungs-/Futterprotein zu nutzen.
Um dieses bahnbrechende Ziel zu erreichen, wurde eine Kombination aus Pflanzen- und industrieller Biotechnologie eingesetzt, um Cyanophycin (CGP) in den Tabakpflanzen zu produzieren. Zwei verschiedene kommerzielle Tabaksorten wurden miteinander verglichen, um die beste Produktionslinie zu ermitteln. Dies geschah durch die Kultivierung mehrerer Ereignisse in einem Gewächshaus. Nach der Identifizierung der leistungsstärksten und homozygoten Linien wurden von jeder Sorte sechs Events ausgewählt, die im ersten Feldversuch angebaut wurden. Die Pflanzen wurden auf einem Feld in Argentinien angebaut und geerntet. Nach der Analyse der zusätzlichen Daten aus dem ersten Feldversuch wurden die besten Varianten erneut ausgewählt und für einen zweiten Feldversuch angepflanzt. Die Daten aus diesem Versuch ermöglichten schließlich die Auswahl für den dritten und letzten Feldversuch. Das in den Gewächshaus- und Feldversuchen erzeugte Material wurde auch zur Erforschung der vielversprechendsten Möglichkeiten zur Isolierung und Nutzung der CGP in den Pflanzen verwendet. Hierfür wurden drei Hauptziele verfolgt:
- Ermittlung von Möglichkeiten zur Extraktion von CGP aus Silage oder getrockneten Blättern anstelle von gefriergetrocknetem Material
- Minimierung der Kosten und der Schritte bei pH1 im Isolationsverfahren
- Identifizierung neuer CGP-Produkte